Geschäftsprozessmodellierung – Die Voraussetzung für Wachstum?
Unternehmen durchlaufen mehrere Phasen von der Gründung bis zur Expansion. Was sie dabei immer wieder begleitet, ist die Herausforderung, wie man das Geschäft skalieren und ausbauen kann, ohne sich dabei im Chaos zu verlieren. Outsourcing ist dafür ein elementarer Bestandteil, doch wird er eigentlich immer nur mit der Ausgliederung von Tätigkeiten an externe Unternehmen in Verbindung gebracht. Die Bedingungen für ein erfolgreiches Outsourcing sind jedoch auch wichtig für die Skalierung innerhalb des Unternehmens, denn auch dort fallen ständig neue Outsourcing-Aufgaben an.
Ein einfaches Beispiel ist ein Gründer, der eine Geschäftsidee hat. Er will eine bestimmte Dienstleistung anbieten und muss sich dafür zunächst selbst Gedanken machen, welche Arbeitsschritte dafür notwendig sind. Ist dieser Vorgang abgeschlossen, kann mit seinen Kunden zusammenarbeiten. Der Nachteil ist, dass alle Aufgaben direkt an den Gründer gebunden sind. Die Zahl der Aufträge ist also direkt an seine persönliche Kapazität gebunden.
Der erste Schritt ist dann häufig die Einstellung eines Partners oder Mitarbeiters, der einige Arbeitsschritte übernehmen wird. Und schon an dieser Stelle wird klar, wie wichtig die Modellierung von Geschäftsprozessen wirklich ist. Um den neuen Mitarbeiter einzuarbeiten, wird er einmal zusammen “on the job” lernen, aber diese Erfahrung wird nicht alle Fälle der Arbeit abdecken. Hinzu kommt, dass sich Tätigkeiten über die Zeit verändern. Doch wie schafft man es, dass beide Partner langfristig Hand in Hand arbeiten?
Komplexer wird es, wenn es nicht nur ein Mitarbeiter mit einer Aufgabe ist, sondern 100 Mitarbeiter, die einen Teil zur Aufgabe beisteuern. Hier muss stets klar sein, wer welche Tätigkeit übernimmt, wer der richtige Ansprechpartner ist und wem zugearbeitet wird. Eine Einarbeitung “on the job” wird zudem komplizierter, weil der Blick fürs Ganze verloren geht, denn niemand wird den vollständigen Arbeitsablauf von Anfang bis Ende durchführen. Kleine Änderungen im Arbeitsablauf eines Mitarbeiters können entsprechend das Ergebnis des gesamten Geschäftsprozesses beeinflussen.
Damit ist klar, dass die Modellierung (bzw. Dokumentation) von Geschäftsprozessen ein wesentliches Element für das Wachstum und den Erfolg eines Unternehmens darstellt. Sind hier Aufgaben unklar, resultiert das langfristig zwangsläufig in Problemen und Missverständnissen. Das Ergebnis sind demotivierte Mitarbeiter, die nicht mehr erkennen, warum sie eine Aufgabe überhaupt erledigen. Im schlimmsten Fall erledigen sie Aufgaben sogar doppelt, weil durch Missverständnisse das erforderliche Ergebnis nicht erreicht wurde.
Für das Unternehmen bedeuten unklare Geschäftsprozesse langfristig eine Lähmung der eigenen “Organe”. Es wird schwierig, Fehler aufzudecken und ihre Ursachen zu beseitigen. Der Aufwand steigt und man wird sich intensiver mit sich selbst beschäftigen anstatt an profitablen Aufträgen für Kunden zu arbeiten. Die Suche nach wichtigen Dokumenten und verantwortlichen Ansprechpartner sind hierfür nur zwei klassische Beispiele.
Durch die Dokumentation der Geschäftsprozesse ist immer klar, wer für welchen Vorgang verantwortlich ist und wo die entsprechenden Informationen zu finden sind. Dass diese Dokumentation (z. B. in Form eines Prozessmodells) regelmäßig gepflegt werden muss, ist eine Grundvoraussetzung, denn ansonsten verliert es seine Relevanz und die Mitarbeiter nehmen es nicht als Hilfe an. Entsprechend müssen erkannte Änderungen schnell genug integriert werden, um immer ein aktuelles Bild des Geschäftsablaufes vorliegen zu haben.
Geschäftsmodell “OpenSource”: Software verkaufen oder Probleme lösen?
Vergangene Woche war ich auf einem Workshop zur Präsentation einer bekannten Business-Intelligence-Software. Dabei kam zum Ende auch die Diskussion um das Thema Geschäftsmodelle im Bezug auf OpenSource-Software auf, das sich auch im Feld der Business Intelligence nicht vermeiden lässt. Denn auch hier treiben sich mit JasperSoft, Mondria/Pentaho sowie Jedox Palo mehrere Anbieter herum, die das BI- und Reporting-Umfeld für mittlere und kleine Unternehmen bedienen.
Allerdings stellt sich die Frage, wie man nun am Besten auf diesem Markt agiert? Gerade bei kleinen Unternehmen gilt der kostengünstige Einstieg als Grundvoraussetzung. Große Investitionen, die sich nur schwer in Erfolg messen lassen, sind nur schwer durchzusetzen und werden lieber gemieden. Gerade große Unternehmen gehen den Weg mit der Einführung auch gleich umfangreiche Service-Verträge zu verkaufen, die neben der unternehmensweiten Einführung der Software auch langjährige Updates und Support in verschiedenen Stufen umfasst.
Allgemein gibt es im Software-Feld verschiedene Geschäftsmöglichkeiten: Entweder die eigene Software wird quelloffen und kostenlos verteilt oder die Software wird nur gegen Lizenzgebühren angeboten. Im ersten Fall werden die Umsätze durch die folgenden Service-Verträge bei den Unternehmen generiert, die gefallen an der Software finden und diese produktiv einsetzen. Im zweiten Fall wird der Umsatz vor allem durch den Software-Verkauf generiert, während das Service-Geschäft zum Beispiel durch externe Partner abgedeckt wird.
Beim Software-Verkauf wird jedes mal neuer Umsatz generiert, wenn wichtige Updates und neue Features in einer neuen Version veröffentlicht und (neu) verkauft werden. Dies hat den Vorteil, dass bei einer großen Zahl von Kunden schnell Einnahmen generiert werden können. Nachteil ist hingegen, dass der Kunde nun zwar die Software besitzt, aber in der Anwendung weiterhin allein auf weiter Flur steht. Dies kann bei sehr einfachen Produkten akzeptierbar sein, dürfte aber besonders bei hochspeziellen Lösungen, die nur von Fachanwender genutzt werden und tief in das Geschäft des Unternehmens eingreifen eher von Nachteil sein.
Wird die Software zunächst ohne Kosten in einer Basisversion zur Verfügung gestellt, die jeder vollständig ohne Einschränkungen nutzen kann, lässt sich dadurch zunächst kein direktes Geld verdienen. Unternehmen werden die Software einsetzen ohne dass etwas an den Entwickler zurück fließt.
Bedenkt man jedoch, dass besonders die mittleren Unternehmen nur selten mit einer großen Zahl von Spezialisten im IT-Umfeld aufgestellt sind, dürfte die Fragen beim intensiven Einsatz schnell komplexer werden. Spätestens dann steht die Diskussion im Raum, ob man einen IT-Spezialisten fest einstellt oder ob man mit dem Software-Hersteller einen langfristigen Service-Vertrag mit Beratungsleistungen abschließt.
Der Vorteil beim freiwilligen Service-Vertrag: Der Kunde ist bereits vom Produkt überzeugt! Er will die Software einsetzen und hat erkannt, dass diese seine Probleme lösen kann. Doch stößt er nun auf Hürden, die sich nur mit intensivem Fach-Know-How lösen lassen, das der Kunde selbst nur unter hohem Aufwand erlernen kann. Der beratende Entwickler wird hier mit umfangreicher Projekt-Erfahrung deutlich schnellere und vorausschauendere Lösungen anbieten können — zumal er auch weiß, welche Fähigkeiten die Software mitbringt. Der Software-Entwickler macht das, was eigentlich sein Ziel sein sollte: Probleme der Unternehmen mit Hilfe von IT lösen. Eine langfristige Partnerschaft ist geboren.
Abschließend lässt sich damit auch im Umfeld der Business Intelligence eigentlich nur eine Lanze für freie, kostenlose OpenSource-Software brechen. Das Marketing erfolgt durch Mund-zu-Mund-Propaganda und durch den “Selbst-Verkauf” beim Testen im Unternehmen. Findet der Kunde gefallen, ist er bereits Gefangen. Er hat selbst aufwändig festgestellt, ob die Software tauglich ist und zahlreiche Arbeitsstunden zum Test investiert. Nur wenige werden danach bei hochspezifischen Hürden gern das ganze Projekt abbrechen — Probleme gibt es schließlich überall. Hier erfolgt der Auftritt des Software-Beraters, der durch fachliche Kompetenz über die Hürde hinweg hilft. Er lernt das Unternehmen kennen und eine langfristige Kundenbeziehung kann aufgebaut werden. Teure Vertriebsaktivitäten können hingegen reduziert werden, wenn die Software auch für Einsteiger leicht bedienbar bleibt. Damit sinkt die zweite Hürde — denn jedes Unternehmen wünscht sich leicht verständliche Software, die auch nach kurzer Zeit schon erste zeigbare Resultate aufzeigt!
Wie misst man den Erfolg des Navigationsbereiches auf Websites?
Um eine Website im Internet auf sichere Füße zu stellen wird als häufigstes Argument die Größe der Website genannt. Dieser Wert definiert sich häufig über die Zahl der Besucher, welche das Angebot im Internet aufrufen. Tatsächlich ist diese Größe aber nicht immer ausschlaggebend. Weitere wichtige Kennzahlen sind zum Beispiel bei Onlineshops die Conversion-Rate, also der Anteil an Besuchern, die auch ein Produkt kaufen. Denn durch den erfolgreichen Produktverkauf wird erst der wichtige Umsatz gemacht.
Für Webportale und Content-Angebote, die sich hauptsächlich über Werbeeinblendungen finanzieren, dürfte die Zahl der Besucher hingegen durchaus relevant sein. Direkt damit verbunden ist die Zahl der Einblendungen. Anfänglich wurde nach TKP (Tausender Kontakt Preis) bezahlt, mittlerweile werden aber zusätzlich Frequency Caps eingeführt, die dafür sorgen, dass einem Besucher nicht unbeschränkt oft die gleiche Werbung präsentiert wird. Schließlich sinkt mit jeder Einblendung auch die Aufmerksamkeit des Nutzers für das Werbeelement.
Für Content-Provider wie Nachrichtenportale gilt es daher einen Kompromiss aus Impression-Maximierung und Besucher-Maximierung zu finden. Einmal müssen natürlich die echten Besucher (Unique Visitors) möglichst gesteigert werden und zum anderen sollen diese Besucher natürlich auch möglichst lang auf der Seite verweilen. Um dieses Verhalten zu untersuchen, stehen verschiedene Kennzahlen zur Verfügung. Am weitesten verbreitet ist das durchschnittliche Verhältnis von Seitenaufrufen je Besucher. Je mehr Seiten ein einzelner Besucher betrachtet, desto interessanter ist offenbar auch der Inhalt für ihn. Weiterhin gibt es die durchschnittliche Absprungrate, die den Anteil der Besucher von allen Besuchern darstellt, die nur eine einzige Seite aufrufen und anschließend gleich wieder verschwinden. Gründe können entweder sein, dass für sie der Inhalt nicht interessant ist, aber auch, dass sie bereits gefunden haben, wonach sie suchten.
Um ein Portal nachhaltig erfolgreich zu machen, muss es also wachsen und mehr Seitenaufrufe und mehr Besucher anziehen. Neue Besucher gewinnt man durch Website-Marketing – entweder durch Werbung, Backlinks oder Suchmaschinen. Einfacher lässt sich aber die Zahl der Seitenaufrufe je Besucher steigern. Hier geht es also vorrangig gar nicht darum neue Besucher zu gewinnen, sondern das vorhandene Potential auszuschöpfen.
Besonders bei großen Websites entsteht mit dem Wachstum des Inhalts auch das Problem, wie die Nutzer effektiv in die Tiefen des Angebotes geleitet werden können. Häufig landen sie auf einer Unterseite und haben keinen Überblick über die Informationen, die das gesamte Portal bietet. Dadurch verlieren Betreiber mögliche Interessenten, die auch in anderen Bereichen noch für sie wichtige Informationen gefunden hätten.
Der wichtigste Einsteigspunkt, um eine Übersicht über die Seite zu erhalten, ist das Hauptmenü oder der Navigationsbereich. Hier erhält der Besucher einen schnellen Überblick über die gesamten Bereiche des Portals und kann erkennen, ob für ihn weitere interessante Informationen bereit stehen. Um die Notwendigkeit zu verstehen, muss man sich nur vor Augen halten, wie sich die Zahl der ImpressionsWill man diesen Punkt verbessern, stellt sich unweigerlich die Frage, wie man den Erfolg eines Hauptmenüs überhaupt messen kann?
Dazu wollen wir uns an den Vorgestellten Kennzahlen für Nachrichtenportale orientieren: Absprungrate und Seitenaufrufe je Besuch.
Den Nutzen kann man sich überlegen, wenn man sich folgende Rechnung vor Augen führt: Eine Website hat 100.000 Besucher, die im Durchschnitt 2 Seiten aufrufen – also 200.000 Impressions. Die Absprungrate beträgt 50 Prozent, also jeder zweite Besucher verschwindet sofort wieder. Es verschwinden also 50.000 Besucher und 50.000 Impressions – bleiben 150.000 Impressions auf 50.000 Besucher. Gelingt es uns, durch eine bessere Navigation die Absprungrate um 10 Prozent auf 45 Prozent zu reduzieren, sodass 5.000 weitere Besucher einen zweiten Klick machen, erhalten wir im Ergebnis 10.000 zusätzliche Seitenaufrufe oder 5 Prozent mehr Impressions ohne einen einzelnen neuen Besucher hinzugewonnen zu haben. Dies bedeutet, dass wir diese Besucher zuvor an Wettbewerber verloren haben, obwohl sie auf unserer Seite womöglich gefunden hätten, was sie interessiert. Zuvor hätte man für das gleiche Ergebnis 5.000 neue Besucher finden müssen. Die Impressions je Besucher erhöhen sich auf durchschnittlich 2,1 Seiten, also werden auch die zukünftigen Besucher einen 5 Prozent höheren Beitrag zum Wachstum der Website leisten.
Bedenkt man, dass durch ein besseres Menü auch andere Leser profitieren und länger auf der Website verweilen, dürfte der Vorteil sogar noch größer ausfallen. Natürlich ist hier aber wichtig, dass die Struktur nicht so stark umgebaut wird, dass Stammleser nicht mehr finden, wonach sie eigentlich suchen. Man muss also die Kennzahlen für beide Nutzergruppen im Auge behalten.
Wie lässt sich die Auswirkung des neuen Navigationsbereiches nun Testen? Einmal steht hier natürlich die Möglichkeit offen, die genannten Kennzahlen im Auge zu behalten. Doch leider schwanken die Zahlen häufig recht stark, sodass sich eine eindeutige Auswirkung durch das Menü nur schwer nachweisen lässt. Besser ist es also, mit Testgruppen zu arbeiten. Einem Teil der Besucher wird das klassische Layout präsentiert und einem anderen Teil das neue Menü. Dann kann man relativ deutlich vergleichen, wie sich die Zahlen im gleichen Zeitraum entwickeln.
Dazu gibt es in Google Analytics die Möglichkeit Custom Variablen anzulegen. Um diese zu nutzen, muss der Tracker-Code um ein paar Zeilen ergänzt werden.
<script type="text/javascript">
var _gaq = _gaq || [];
_gaq.push(['_setAccount', 'UA-xxxxxx-1']);
_gaq.push(['_setAllowAnchor',true],['_setAllowLinker',true]
,['_setCustomVar',1,'Testgruppe','Test ',1]
,['_trackPageview']
);
(function() {
var ga = document.createElement('script'); ga.type = 'text/javascript'; ga.async = true;
ga.src = ('https:' == document.location.protocol ? 'https://ssl' : 'http://www') + '.google-analytics.com/ga.js';
var s = document.getElementsByTagName('script')[0]; s.parentNode.insertBefore(ga, s);
})();
Dieser Code wurde um das Element ['_setCustomVar',1,'Testgruppe','Test ',1] ergänzt. Es bewirkt, dass eine Variable “Testgruppe” angelegt wird, welche als Inhalt den Namen der Testgruppe übergeben bekommen. Diese wird in unserem Fall aus einem PHP-Variable $myTestGruppe ausgelesen und ist im einfachsten Fall 0 oder 1. Wie sich diese Variable den Benutzern zuordnen lässt, wollen wir in einem späteren Beitrag besprechen. Dann da kommen einige weitere Faktoren hinzu, die berücksichtigt werden sollten.
Anschließend lassen sich bei Google Analytics mit einiger Verzögerung die passenden Ergebnisse unabhängig für die Testgruppen untersuchen, sodass sich feststellen lässt, wie sich die Änderungen tatsächlich auswirken. Dazu sollte der Test natürlich ausreichend viele Nutzer erreichen, sodass auch gewährleistet wird, dass das Ergebnis überhaupt signifikant ist und nicht nur zufällig entsteht.
Um die Signifikanz des Tests zu bestimmen, kann man sich auch statistischer Tests bedienen, zu einem bestimmten Vertrauensbereich bestimmen, ob die ermittelten Zahlen auch wirklich relevant sind. Häufig verwendet man dafür den Chi-Quadrat-Test, der im Rahmen des A/B-Tests zum Einsatz kommt. Einen sehr einfachen Online-Rechner dafür gibt es auf dieser Website.
Ist der Test positiv und die Absprungrate hat sich nachweislich verbessert, kann man sagen, dass die neue Navigation einen Nutzen gebracht hat. Von nun an beginnt der Kreislauf von vorn und man kann weitere Änderungen prüfen.
Geschäftsmodelle zum Geldverdienen im Internet
Das Internet umfasst noch immer zahlreiche kostenlose Angebote in allen möglichen Bereichen. Deren Pflege erfordert viel Arbeit und lässt sich langfristig nur schwer auf einem Niveau betreiben, das Besucher und Betreiber zufrieden stellt. Warum? Weil die Konkurrenz zahlreich ist. Websites leben nur so lang, wie sie auch Besucher erreichen und Besucher interessieren sich nur für Websites, die möglichst aktuell und umfangreich aufgestellt sind. Im Ergebnis “gewinnen” die Websites, die den meisten Zeitaufwand erbringen können und in dieser Zeit die meisten relevanten Inhalte erzeugen. (Ich verzichte hier bewusst auf qualitative Merkmale wie zum Beispiel “die besten Inhalte”.)
Die Frage, die sich viele Website-Betreiber stellen, ist, ob man von dieser Arbeit leben kann? Es gibt zahlreiche Beispiele, die dies geschafft haben – doch noch viel mehr scheitern bei dem Versuch.
Welche Möglichkeiten gibt es also Grundsätzlich, um durch Websites Einnahmen zu erzeugen?
- Klassische Werbung ist das häufigste Mittel. Der Werbepartner bezahlt den Banner-Platz und erhält dadurch Aufmerksamkeit für sein Produkt. Bezahlt wird nach Zahl der Klicks oder Zahl der Einblendungen. Diese Werbung wird entweder direkt vom Unternehmen geschaltet oder über ein Werbenetzwerk wie Google Adsense angeboten.
- Affiliate Marketing ist eine abgewandelte Form der Werbung. Der Betreiber der Website verdient nicht durch Einblendung der Werbung sondern erhält eine Art Vermittlerprovision, wenn ein Verkauf erfolgt ist.
- Premium-Content ist Inhalt, der nicht mehr frei zugänglich ist, sondern nur gegen Bezahlung abgerufen werden kann. Verschiedene Modelle gestatten zeitliche Abonnements von gesamten Bereichen oder erlauben nur den Abruf eines bestimmten Artikels.
- Eine Abwandlung von Premium-Inhalten sind zusätzliche Medienformen wie das Angebot von E-Books oder Audio-Material wie Podcasts, die gegen Aufpreis bereitgestellt wird.
- Produktverkauf verbindet Websites direkt mit dem E-Commerce. Es werden nicht mehr nur fremde Produkte beworben, sondern diese selbst angeboten.
Letztendlich können aus diesen Verdienstmöglichkeiten die passenden Formen gewählt werden, die zum Profil der Website am besten passen. Besonders für Online-Magazine bietet sich natürlich die klassische Display-Werbung an, doch bei Berichten zu bestimmten Produkten lassen sich auch Affiliate-Inhalte gut platzieren.
Schwierig ist es bei Premium-Inhalten. Hier muss tatsächlich etwas gefunden werden, das auf der einen Seite möglichst einzigartig ist und auf der anderen Seite auch noch eine Gebühr wert ist. Beide Faktoren sind extrem weich und lassen sich nur schwer durchsetzen. Zahlreiche Inhalte finden sich in Kopie auf vielen Websites wieder. Der potentielle Käufer kann zudem vorab nur schwer einschätzen, ob die angebotene Information für ihn wirklich den Preis wert ist. Hier spielt vertrauen eine große Rolle.
Einige Ideen zu den genannten Inhalten werde ich in kommenden Artikeln aufgreifen und an Beispielen diskutieren.
Financisto – Smartphone-App für Android als Haushaltsbuch
Mit Financisto möchte ich eine App vorstellen, die es ermöglicht, auf dem Android-Smartphone auf einfache Weise ein Haushaltsbuch zu führen. Die Anwendung kann kostenlos aus dem Android-Market heruntergeladen werden und bietet zahlreiche Features, um die Einnahmen und Ausgaben zu kategorisieren:
- Anlegen von Konten (Girokonto, Kreditkonto, Sparkonto)
- Anlegen von Kategorien und Subkategorien für Einnahmen und Ausgaben
- Anlegen von Projekten, welche die Transaktionen betreffen
- Festlegen von Budgets für Projekte und Kategorien
- Festlegen von Kreditkarten-Limits und Terminen zu Rechnungslegung und Zahlungsfristen
- Definieren von Orten, an denen die Transaktionen stattgefunden haben (auch per GPS)
- Anhängen von Bildern, die einer Transaktion zuzuordnen sind
- Durchführungen von Splitbuchungen und Konto-Übertragungen
- Erzeugen von Reports auf Kategorie-, Projekt-, Empfänger- und zeitlicher Basis
Damit bietet Financisto ein breites Angebot an Möglichkeiten, um die Einnahmen und Ausgaben überhaupt erst einmal übersichtlich zu erfassen. Zusätzlich können die Daten exportiert und gesichert werden. Der Zugriff lässt sich außerdem per Passwort schützen.
Vorteile von einem Haushaltsbuch auf dem Handy sind einfach aufgezählt: Die Ausgaben können dann fix erfasst werden, wenn sie anfallen, sodass zusätzliche Arbeit später daheim am PC nicht mehr erforderlich ist. Zudem lässt sich auch im Laufe eines Tages oder auf Reisen leichter überschauen, wie das Budget derzeit ausgeschöpft ist.
Nachteile sind vor allem sicherheitskritischer Natur: Ist das Smartphone weg oder geklaut, bekommen Fremde den Zugriff auf die Finanzdaten, sofern der Passwortschutz nicht aktiviert ist. Wenn man hier aber nicht gerade Konto-Nummern mit speichert, dürfte dies aber eher ein ideeller Wert sein. Der Datenexport erfolgt zudem auf ein Google-Docs-Konto — das kann man gut finden, muss man aber nicht.
Insgesamt läuft die App sehr stabil und zuverlässig. Die grafischen Übersichten zu den Ein- und Ausgaben halte ich für ausbaufähig, dafür lassen sich aber auch schon auf der Startseite die meisten Informationen schnell als Zahl erfassen, sodass eine Grafik nicht unbedingt notwendig ist.
Zur Anwendung empfehle ich, die Kategorien nicht zu detailliert aufzuschlüsseln. Ich für meinen Fall habe nur allgemeine Kategorien wie Miete, Gehalt, Lebensmittel, Freizeit, Geschenke, Reisen, Versicherung, Telefon oder Strom. Die Empfänger lassen sich zusätzlich angeben, sodass man hier bei Bedarf auch eine feinere Aufschlüsselung auflisten kann, gerade für den dauerhaften Einsatz dürfte eine zu feine Struktur aber eher hinderlich und zu pflegeaufwändig sein.
Wer eine App sucht, mit der er Einnahmen und Ausgaben einfach verwalten will, sollte sich Financisto auf jeden Fall ansehen. Meiner Meinung nach ist diese Anwendung die beste, die man kostenlos erhalten kann — sie überfällt den Nutzer nicht mit zahlreichen Optionen und erlaubt genau die Eingaben, die für die meisten Anwender auch wirklich erforderlich sind.
10 elementare Tipps zum Erfolg von Donald Trump
Donald Trump ist einer der reichsten und erfolgreichsten Geschäftsmänner der Welt. Er hat vom tiefen Fall bis zum Aufstieg alles erlebt und gibt seine persönlichen Erfahrungen auch gern medienwirksam an andere weiter. Eines der besten Audio-Videos zu seinem Erfolg ist auch bei Youtube in englischer Sprache zu finden. Ich möchte es an dieser Stelle kurz zusammenfassen und verewigen, weil die Aussagen meiner Meinung nach höchste Relevanz für den persönlichen Erfolg in jeder Lebenssituation haben.
Anschließend nun die genannten 10 Punkte für mehr Erfolg von Donald Trump.
- “Be fervour.” Es ist wichtig eine gute Grundlage für das zu haben, was du tun willst.
- “Keep your momentum going.” Halte deine Schwungkraft für die Dinge, die du tun willst so lang wie möglich.
- “Stay focused” – “the minute u lose focus, u also will lose your momentum.” Konzentriere dich auf eine Sache, die du tun willst. Wenn du dich auf zu viele Sachen konzentrierst, verlierst du auch den Schwung für die Sache und hat nicht genug Motivation sie zum Abschluss zu bringen.
- “Look at the solution – not the problem” – “Problems are part of life.” Betrachte das Problem als ein Teil deiner Aufgabe und konzentriere dich darauf, wie du es lösen kannst. Probleme gehören dazu und sollten kein Hindernis darstellen, um das eigene Ziel zu erreichen. Schau lieber, wie du das Problem aus der Welt schaffen kannst, um deine Ziele trotzdem zu erreichen.
- “See your opportunity for what it is: an opportunity.” – “What can i learn today what i didnt know before? Be open to new ideas.” Versuche jeden Tag etwas zu lernen, was du noch nicht wusstest und bleibe offen für neue Ideen. Nur dann wirst du auch deine Chancen erkennen und sie zu nutzen wissen.
- “Know everything you can about what you are doing.” – “Important step to cover your basis.” Wenn du etwas tust, versuche so viel darüber zu lernen, wie du kannst. Je besser du dich in deinem Fach auskennst, desto besser kannst du deine Aufgabe erledigen.
- “Be lucky.” – “The harder I work the luckier I get. Be passionate. Love what you do! If you dont like what you do, find something what you love to do.” Sei glücklich und liebe was du tust. Nu wenn du liebst, was du tust, kannst du es erfolgreich machen. Wenn du nicht liebst, was du tust, versuche etwas zu finden, dass du gern tust. Wenn du das nicht hauptberuflich machen kannst, arbeite in deinem alten Job so lang weiter, bis du deine Leidenschaft zum Beruf machen kannst.
- “See yourself as victorious!” – “See problems as challenges you can deal with.” Sei selbstbewusst und trau dir selbst zu auch erfolgreich zu sein. Schrecke nicht vor Problemen zurück, sondern sie sie als Herausforderungen, an denen du dich messen kannst. Sei dir aber auch bewusst, dass du tatsächlich in der Lage bist, diese Herausforderungen zu meistern!
- “Be smart!” – “Use the tools provided for you and use it to solve your problems and be successful.” Sei clever und nutze deine Möglichkeiten, um Probleme zu lösen und deinem Ziel näher zu kommen. Du hast niemals alles beisammen, also nutze was du hast und sei erfinderisch, um mit diesen Mitteln voran zu kommen.
- “Never give up!” – “Never ever give up. Only losers quit!” Gib niemals auf, denn nur Verlierer geben auf. Wer nicht aufgibt, wird auch nicht verlieren. Es gibt immer einen Weg zum Ziel, wenn du nur hart genug nach einem Weg suchst, es zu erreichen. Wenn du auf halber Strecke stehen bleibst, wirst du dein Ziel nie erreichen.
Auf den ersten Blick mögen sie einfach und naheliegend klingen, doch fällt mir selbst auf, wie leicht man die Sachen wieder vergisst, wenn man sie sich nicht regelmäßig bewusst macht. Gerade wenn es dir so geht wie mir und du dich für viele Dinge interessierst, ist es schwer, sich nur auf eins zu konzentrieren. Man fängt etwas an, doch findet gleichzeitig 10 andere Dinge, die ebenfalls interessant sind. Das macht es höchst schwer, etwas zum Ende zu bringen. So wird sicherlich jeder einige Punkte finden, die seinen persönlichen Schwachpunkt darstellen.
Jetzt wäre es nur interessant, ob man diese Schwächen durch Teams ausgleichen kann – zum Beispiel wenn ein Partner sehr gut darin ist, die Linie zum Ziel zu halten, während der andere hohe Motivation oder fachliche Expertise beisteuert. So kann man sich bestimmt auch gegenseitig motivieren und den Schwung für die Sache erhalten.
Typische Fehler bei der Kommunikation mit Kollegen und Partnern
Nachdem mir das Problem nun mehrfach aufgefallen ist, weil man es schlicht in der heutigen Zeit immer viel zu leicht vergisst, sollen nachfolgend kurz meine persönlichen Erfahrungen zur Kommunikation zwischen Mitarbeitern, Kollegen, Partnern und Kunden diskutiert werden. Diese lassen sich zum Großteil auf eine geänderte Kommunikationskultur zurückführen, die allerdings bei vielen Dingen eher nachteilig ist, als dass sie Vorteile verspricht.
Dabei gilt es zunächst einmal kurz zu überlegen, welche typischen Kommunikationswege derzeit im Einsatz sind, unter welchen Umständen sie verwendet werden und welche Vor- und Nachteile sie bieten.
Das persönliche, direkte Gespräch als Urform der Kommunikation vereint praktisch alle Kommunikationsebenen von der Sprache über die Mimik, die Gestik bis zum Transport von Stimmungen. Gleichzeitig kann auf unterstützendes Material zurückgegriffen werden und gemeinsam am gleichen “Objekt” diskutiert und argumentiert werden. Nachteil ist, dass die örtliche Zusammenkunft insbesondere beim verteilten Arbeiten immer seltener anzutreffen ist.
Instant Messenger (IM) sind ein klassisches Beispiel für “schnelle” Kommunikation. Der Vorteil ist, dass durch den Chat-Charakter Nachrichten schnell beim Adressaten ankommen. Gleichzeitig kann er, wenn er gerade verfügbar ist, auf diese Information sehr kurzfristig reagieren. Für kurze Notizen oder Hinweise, die zeitkritisch sind, also optimal.
Nachteile ergeben sich allerdings daraus, dass IM häufig “aufpoppt” und damit den aktuellen Arbeitsfluss unterbricht. Das mag bei wichtigen Dingen gewünscht sein, bei weniger wichtigen Anmerkungen ist es aber eher störend. Weiterhin besteht die Gefahr, dass kurze Hinweise in Diskussionen und Endlos-Chats enden. In diesem Fall sollte man schnell genug die Reißleine ziehen und auf andere Kommunikationsmittel zurückgreifen. Außerdem überträgt der IM ausschließlich geschriebenes Wort — teils unterstützt durch Smilies. Es lässt sich also häufig nur schwer Gemüt oder Stimmung der Kommunikationspartner “erraten”.
Die E-Mail kann man als abgeschwächte Form des Instant Messenger betrachten. Sie kann mehr Informationen enthalten und wird gern auch mit Anhängen ergänzt. Der Vorteil ist zudem, dass der Gesprächsfaden (Thread) später bei geeigneter Wahl des Betreffs einfach nachvollzogen werden kann. Weiterhin stört sie den Empfänger nicht direkt im Arbeitsfluss. Er erhält die Information erst, wenn er sie auch bewusst abruft. Nachteil ist, dass dieser Abruf auch mal ein paar Stunden dauern kann — für dringende Sachen ist E-Mail also nicht geeignet.
Das Telefon-Gespräch kommt dem persönlichen, direkten Gespräch wohl am nähsten. Es ist zeitnah, direkt und überträgt Spache und Stimmungen. Damit sind alle Gesprächspartner auf einem Wissensstand, was die Gefühlslage der Kommunikationspartner betrifft, sodass entsprechend reagiert und Informationen auch entsprechend aufgefasst werden können. Durch die direkte Kommunikation wird der Gesprächspartner von der Arbeit unterbrochen, sodass sich wichtige Sachen schnell und kurzfristig klären lassen. Nachteil ist allerdings, dass sich der Angerufene nicht immer heraussuchen kann, wann das Gespräch stattfindet, sodass sich hier die Frage anbietet, ob der Zeitpunkt gerade günstig ist. Im negativen Fall kann man einen späteren Zeitpunkt ausmachen.
Als letzter Punkt lässt sich besonders bezogen auf E-Mail-Verkehr festhalten, dass es manchmal von Vorteil ist, mit der Antwort einen Tag zu warten. E-Mail erwartet keine sofortige Reaktion, sodass man sich besonders in Stress-Situationen die Zeit nehmen sollte, erst in dafür vorgesehen Zeitfenstern zu reagieren. Bis dahin kann sich auch das Gemüt beruhigen und man hat die Chance sich zu überlegen, ob ein Griff zum Telefon nicht doch der bessere Weg wäre.
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Als Fazit kann ich anhand meiner persönlichen Erfahrungen nur feststellen, dass Menschen immer wieder gern zur E-Mail greifen, um Informationen zu übermitteln. Dieser Weg ist aber nur in den seltensten Fällen der geeignete. Besonders bei Kritik, Lob oder Diskussionsbedarf kommen per E-Mail schnell Missverständnisse auf oder werden Fakten schlicht überlesen. Ähnliches gilt für die Kommunikation per Instant Messenger. Lange Chats sind häufig ermüdend und besonders bei Diskussionen ergebnislos oder nur mit viel Mühe erfolgreich. In kürzerer Zeit kann ein Gespräch am Telefon deutlich für Entspannung sorgen. Es lassen sich in gleicher Zeit mehr Informationen übermitteln und Ergebnisse einfacher abstimmen.
Für sehr komplexe Fragestellungen sollte das persönliches Gespräch, soweit möglich, immer vorgezogen werden. Mit passender Vorbereitung von Anschauungsmaterial können hier Arbeiten direkt begutachtet und weiteres Vorgehen besprochen werden. Es entstehen kaum Missverständnisse und beide Gesprächspartner können sicherstellen, dass das Gegenüber den gleichen Informationsstand besitzt. Wichtige Ergebnisse sollten hier dennoch gemeinsam protokolliert werden, um sie für spätere Diskussionen schwarz auf weiß breit zu haben.
IM bietet sich folglich besonders für kurze Aufgaben-Abstimmung an (“du machst A, ich mache B”), E-Mail kann umfangreichere Todo-Listen enthalten oder längerfristige Informationen, die schriftlich fixiert werden müssen und keine kurzfristige Reaktion erfordern. Als thematischer Einstieg eignet sich immer das direkte Gespräch, das im Folgenden auch durch das Telefon ersetzt werden kann. In beiden Fällen sollten Ergebnisse aber für späteren Zugriff schriftlich dokumentiert werden.
Damit lassen sich vielfache die Ergebnisse der Media Richness Theory anwenden, welche sich genau mit den Punkten der Übertragung von Information zwischen Gesprächspartner befasst. Ich persönlich habe mir vorgenommen, im Zukunft weniger Text zu schreiben und häufiger zum Telefon zu greifen. Damit erwarte ich, dass sich viele Kommunikationsprobleme vermeiden lassen, die vorher zu tagelangen E-Mail-Diskussionen oder langen Chat-Sessions ausgeartet sind.
5 wichtige Faktoren für erfolgreiche IT-Projekte
In den letzten 5 Monaten habe ich beratend ein IT-Projekt zur Implementierung einer Studentenverwaltungssoftware begleitet. Dabei lief natürlich nicht immer alles wie geplant. Dennoch kann ich rückblickend einige Sachen erkennen, die ich beim nächsten Mal anders machen würde. Dies betrifft nicht nur die IT-Sicht allein sondern vor allem auch die soziale Komponente im Unternehmen und mit dem externen Partner. In diesem Zusammenhang habe ich für mich einige Faktoren herausgefunden, die den Projektverlauf durchaus nennenswert beeinflussen können: Das veranschlagte Budget (na klar!), die Einbeziehung der Mitarbeiter in die Entwicklung und Planung, der Umfang des ersten Prototyps und die Größe des entwickelnden Partner-Unternehmens. Der fünfte Faktor wäre die Vorabplanung, bevor überhaupt die Zusammenarbeit mit dem Partner beginnt. Nachfolgend möchte ich zu den Punkten kurz erläutern, welche Gedanken sich dahinter verbergen.
Das Budget
Auf den ersten Blick ist dieser Punkt offensichtlich – und taucht als Kostenfaktor für den Auftraggeber als große Zahl auf, die es so weit wie möglich zu drücken gilt. Doch diese Zahl ist trügerisch und gilt nur auf den ersten Blick. Hinzu kommen langfristige Kosten für Wartung, Pflege und Erweiterung. Man muss einfach akzeptieren, dass eine Software nie “fertig” ist, sondern sich wie das Unternehmen ständig neuen Bedingungen anpassen muss. Je kleiner und agiler das Unternehmen, desto häufiger wird sich auch der Bedarf an der Software ändern.
Neben den langfristigen Kosten gibt es aber auch versteckte Kosten, die durch die interne Arbeit der Mitarbeiter entstehen, die sich mit dem Projekt befassen. So müssen Meetings organisiert, vorbereitet und nachbereitet werden und Tests der Software-Versionen durchgeführt werden. Im Vorlauf müssen Anforderungen definiert werden, wozu die betroffenen Mitarbeiter für Interviews zur Verfügung stehen müssen und auch anschließend immer wieder Rückfragen beantworten. All diese Kosten tauchen in keiner Rechnung auf, können aber zu einem Nennenswerten Faktor werden, der sich besonders bei der Entscheidung zwischen einer teureren Standard-Software mit bereits fertigem Funktionsumfang oder einer günstigen Individual-Entwicklung mit optimalem Funktionszuschnitt auswirkt.
Nicht zu vergessen ist schließlich auch, dass ein höheres Budget direkt proportional zur Priorität beim Software-Entwickler verläuft, besonders wenn er mehrere Projekte auch anderer Kunden zur gleichen Zeit betreut. Ist das Budget zu nah an der Schmerzgrenze werden lukrativere Aufträge vorgeschoben und im schlimmsten Fall mit dem eigenen Projekt nur Lücken gefüllt. Das Ergebnis sind unkalkulierbare Entwicklungszeiten und lange Reaktionszeiten für Änderungen und Anfragen. Nicht unerwähnt lassen möchte ich auch den Drohfaktor, das Budget zu kürzen, wenn das Projekt nicht wie erwartet oder zu träge verläuft. Bei geringem Budget an der Schmerzgrenze des Entwicklers dürfte dieses Gebahren eher zu Frustration führen als dass es sich motivierend auf das Klima zwischen beiden Parteien auswirkt. Es gilt also einen Kompromiss zwischen “teuer” und “Lückenfüller” zu finden.
Größe des Entwicklungspartners
Zum vorigen Absatz gehört schließlich auch die Größe des Partners – insbesondere die Zahl der Mitarbeiter, die sich mit dem Projekt befassen. Während die Planungsphase sich relativ gut auch mit wenigen Mitarbeitern umsetzen lässt, macht sich eine zu knappe Zahl spätestens bei der Implementierung bemerkbar, wenn sich ein Stau aus Bugfixes, Änderungen und Ergänzungen aufbaut und die planmäßige Entwicklungsarbeit blockiert. Kommen dann noch unvorhergesehene Probleme hinzu, können sich die Zyklen zwischen den Meetings schlagartig ausdehnen und die Projektlaufzeit folglich erheblich in die Länge ziehen.
Planungsarbeit vor Projektbeginn
Wie umfangreich die Planungsarbeit ausfallen muss, bevor das Projekt überhaupt an den externen Partner weitergegeben wird, hängt konkret vom Partner ab. Je stärker er sich in diese Phase durch beratende Tätigkeiten einbringen kann, desto kürzer kann die Vorlaufphase ausfallen und desto weniger konkretes IT-Knowhow ist im Unternehmen selbst notwendig. Gleichzeitig gilt anders herum, wenn der Partner nur Entwickler und nicht gleichzeitig auch Berater ist, sollte entsprechende IT-Kompetenz im Unternehmen vorhanden sein, um die eigenen Anforderungen spezifisch dokumentieren zu können.
Diese Kompetenz wird aber auch benötigt, um überhaupt wissen zu können, welche Software benötigt wird und welche Aufgaben sie überhaupt erledigen soll. Sind die Entscheidungsträger nicht stark genug im Projekt involviert, artet die Anforderungsliste schnell in einer Wunschliste aus, die schließlich aus der Software die eierlegende Wollmilchsau machen müsste. Die Folge: Das Projekt explodiert, artet aus und wird nie fertig, weil durch ständige Änderungen und neue Wünsche die Software ständig umgebaut wird, bevor eine Version es überhaupt bis zum Produktiv-Einsatz schafft.
Doch die Planungsarbeit zu Beginn umfasst auch die konkrete Evaluation aller möglichen Optionen, die sich ergeben könnten und als günstigere (einfachere) Alternative zur Individualsoftware auftreten. Dabei gilt es zu akzeptieren, dass die Software nie 100 Prozent passt – das wird auch bei der Individualsoftware nicht funktionieren, auch wenn es gern als Argument für die Eigenentwicklung herhalten muss. Tatsache ist einfach, dass stehts als Nebenbedingungen das Budget und die Projektlaufzeit definiert sind, die vollkommen automatisch auch bei Individualsoftware vermeiden, dass jede Besonderheit berücksichtigt werden kann.
Umfang des Prototypen
Der erste Meilenstein, der Prototyp, beziehungsweise der erste Schritt zur Software spielt geht mit der definierten Vorabplanung einher. Je intensiver die Planung betrieben wurde, desto mehr Funktionen und Restriktionen in den Geschäftsprozessen wurden identifiziert, die zu berücksichtigen sind.
Genau an dieser Stelle gilt es nun einen Kompromiss zu finden und einen Schnitt zu machen. Nicht alle ermittelten Anforderungen können und sollten von Beginn an umgesetzt werden. Vielmehr empfiehlt es sich, aus diesen Anforderungen die Kernfunktionen zu extrahieren und davon mit der wichtigsten zu beginnen. Der Vorteil ist, dass sich innerhalb der Entwicklung zunächst nur auf diese Funktionen konzentriert werden kann, während weitere Faktoren zunächst außen vor gelassen und für den nächsten Schritt eingeplant werden. Dadurch lässt sich relativ schnell ein testbares Ergebnis erzeugen, das schließlich als Basis für weitere Schritte dienen kann. Dieses Zwischenergebnis trägt auch direkt zum fünften Punkt bei – der Einbeziehung der betroffenen Mitarbeiter in Planung und Entwicklung.
Einbeziehen der betroffenen Mitarbeiter
Je früher ein erster Prototyp vorliegt, desto eher können die Mitarbeiter beim Testen und für Feedback in das Projekt einbezogen werden. Daraus ergeben sich direkt drei Vorteile:
1. Es wird nicht am Anwender vorbei entwickelt, da er bereits vorab feststellen kann, ob die Software seine Problem überhaupt löst.
2. Die Mitarbeiter können den Fortschritt mitverfolgen und können “ihre” Software wachsen sehen. Dies steigert den Support im Unternehmen und damit auch den Rückhalt für die Projektverantwortlichen im Falle von unvorhergesehenen Problemen.
3. Die Mitarbeiter können besonders in der Planungsphase vor Beginn der Implementierung abhängig von den eigenen Erfahrungen ihre Anforderungen nur ungenügend konkret spezifizieren, weil sie weder wissen, was machbar ist, noch konkret ihre täglichen Routine-Aufgaben bis ins Detail erklären können. Weiterhin werden viele Aufgaben von verschiedenen Mitarbeitern gelöst, die unterschiedliche Prozeduren für eine schnelle Bearbeitung für sich erarbeitet haben. Der Prototyp zeigt, wohin sich die Software entwickelt. Wenn die Mitarbeiter frühzeitig ihre Probleme mit der Software lösen sollen, fällt auf, welche Teile fehlen oder ungenügend berücksichtigt wurden.
Die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern ist auch für die Projektverantwortlichen unverzichtbar, weil im schlimmsten Fall alle Prozesse nur durch aktives Erfragen von Details abgebildet werden können. Sind die Mitarbeiter entsprechend sensibilisiert, können sie bei spezifischen Besonderheiten auch selbstständig aktiv werden und Rückmeldungen geben.
Fazit
Natürlich sind die genannten Punkte keinesfalls vollständig und schon gar nicht überall eins-zu-eins umsetzbar. Dennoch sollten sie zumindest auf Basis meiner Erfahrungen einen grundlegenden Einblick geben, auf welche Fallstricke man während es Software-Projektes achten sollte. Gleichzeitig finden sich nun einige Argumentationsgrundlagen und Hinweise, warum manche Sachen besser auf eine bestimmte Weise umgesetzt werden sollten und warum eine billige Software nicht zwangsläufig die beste Entscheidung darstellt.
Möglichkeiten, Sinn und Budget
Die letzte Zeit hat sich meine Arbeit wieder etwas stärker in den Vordergrund gedrängt. Gleichzeitig muss ich aber auch feststellen, dass ich mit meiner anfänglichen Motivation etwas zu bewegen derzeit kläglich an den Realitäten scheitere. Eigentlich besteht mein Projekt daraus, für mein Institut die Einführung eines Software-Systemes zu begleiten, das vor allem die Verwaltung der Studenten vereinfacht. Dabei ergaben sich nach anfänglicher Analyse drei Kernbereiche, die es abzudecken gilt:
- Die Bewerbungsphase von der Anmeldung über die Auswahl bis zur Einschreibung,
- die Studienphase von der Stundenplan- und Studienplanung über Prüfungen bis zu Anwesenheiten der Studenten und Professoren
- und diverse Vorgänge im Hintergrund, die sowohl die Überwachung der Bezahlung als auch das Datenmanagement für die übersandten Dokumente und Tests beinhaltet.
- Darüber hinaus gibt es den klassischen Bedarf nach direktem Feedback der Studenten über die Qualität der Lehre als auch Marketing für Absolventen und neue Zielgruppen.
Grundsätzlich hört sich das alles nicht kompliziert an. Der ursprüngliche Plan war nun, diese Aufgaben in einem individuellen Software-Projekt umzusetzen und damit die internen Prozesse optimal abbilden und unterstützen zu können. Bisher erfolgt praktisch die gesamte Verwaltung auf Basis von Excel-Tabellen – Redundanz und Tippfehler sind faktisch nur eine Frage der Zeit. Doch offenbar zeigt sich unser aktueller Software-Hersteller nicht in der Lage, diese Aufgabe in einem näherungsweise definierbarem Zeitfenster zu implementieren. Nachdem ich das Vorgehen nun einige Zeit beobachten durfte, lag die Empfehlung nahe, das Projekt an dieser Stelle zu stoppen und auf Standard-Software zu setzen, die bereits alle benötigten Module mitbringt.
An diesem Punkt holt mich nun die Realität ein. Was eigentlich sinnvoll klingt, lässt sich nicht durchsetzen, weil das extra notwendige Budget nicht freigegeben wird. Stattdessen lautet die Ansage, das ist zu teuer und wir führen fort was bereits begonnen wurde.
Mir persönlich bereitet das erhebliche Bauchschmerzen. Ich sehe weder, dass mit der fertigen Software auch nur eines unserer Probleme zuverlässig und Dauerhaft gelöst ist, noch dass sie überhaupt in absehbarer Zeit in einem funktionstüchtigen Zustand ausgeliefert wird. Was kann man in so einem Fall tun? Hier wird mir erstmals klar, dass nicht nur fachliches Wissen dringend notwendig ist, sondern auch die guten alten Soft-Skills. Überzeugungsarbeit an allen Ecken und Enden sind also angesagt. Oder aus wenig doch das Beste machen?
Kleiner Singapur Überblick
Ich gestehe, dass meine ersten Informationen über Singapur recht zwiespältig waren. In Foren konnte man verschiedene Meinungen lesen, die von “langweiligster Stadt seit langem” bis zu “mehr als 3 Tage sollte man nicht einplanen” reichen. Meiner persönlichen Meinung nach, treffen beide Aussagen nicht zu. Ich bin in Singapur nun mehrere Wochen und finde es noch immer nicht langweilig. Doch natürlich muss man sich auch fragen, was man von einem Besuch erwartet. Zunächst daher ein paar grundsätzliche Hintergründe zu Singapur in Form von “ersten Schritten”. Weiterhin möchte ich einige Orte nennen, die mir in den letzten Wochen als besonders besuchenswert aufgefallen sind.
Ankunft und Orientierung
Typischerweise wird man Singapur über den Changi Airport erreichen, der praktisch das Luft-Drehkreuz Südostasiens darstellst. Die Orientierung ist nicht schwer, da in Singapur grundsätzlich alle Beschilderung mindestens in Englisch beschriftet ist. Taxi, MRT oder Bus wird man auch ohne Englisch-Kenntnisse verstehen. Besonders als Neuling würde ich die Fahrt per MRT oder Taxi empfehlen.
Das Taxi ist in Singapur eines der sichersten Verkehrsmittel, das man entweder direkt an Taxi-Sammelplätzen erreicht oder schlicht am Straßenrand durch winken. Freie Taxis sind dabei durch die grüne Beschilderung auf dem Dach erkennbar. Die Preise sind äußerst moderat, sind lediglich in den Hauptverkehrszeiten Wochentags und nachts nach 12 Uhr etwas höher. Taxameter sind stehts aktiviert und die Taxifahrer kennen sich meist ganz gut aus – insbesondere was Hotels oder wichtige Standorte angeht.
Auch eine Fahrt mit der MRT (Mass Rapid Transit) ist recht einfach, da das Streckennetz übersichtlich ist, die Stationen gut beschildert sind und die Ansagen sehr klar verständlich in Englisch durchgeführt werden. Wer öfter MRT fährt, sollte sich am Control Point (bzw. Ticketschalter) eine Easy-Link Karte kaufen, die rund 10 Singapur-Dollar kostet und dann regelmäßig aufgeladen werden kann. Vorteil sind deutlich günstigere Ticketpreise und kein ständiger Gang zum Ticket-Automaten. Fahrpreise sind sehr gering, sodass man für maximal 3 Singapur-Dollar einmal durch die ganze Stadt reisen kann. Der Preis ergibt sich anhand der zurückgelegten Entfernung.
Der Bus kann ebenfalls mit der Easy-Link Karte bezahlt werden – allerdings fällt weniger ortskundigen schnell auf, dass es praktisch unmöglich ist, die passende Verbindung herauszusuchen. Einen Linien-Plan gibt es bei fast 200 Buslininen nicht und die Haltestellen-Beschilderung und Linien-Pläne sind nicht immer schnell zu überblicken. Zudem dauert eine Fahrt deutlich länger, sodass sich Bus insbesonders für Kurzstrecken empfiehlt.
Einreise und Visum
Wer in Singapur als Tourist einreist, bekommt ein Touristen-Visum, das einen Aufenthalt von bis zu 3 Monaten erlaubt. Wer arbeitet, sollte sich möglichst vorher um eine entsprechende Arbeitserlaubnis bemühen, die prinzipiell nur in Verbindung mit deinem Arbeitsplatz besteht. Wer gekündigt wird, verliert seine Aufenthaltsberechtigung und muss das Land verlassen, wenn er nicht binnen Frist einen neuen Arbeitsplatz findet. Informationen dazu gibt es beim Ministery of Manpower (MOM), das direkt an der MRT-Station “Clarke Quay” liegt. Dort wird man schließlich seinen TEP (temporary employment pass) oder WHP (work holiday pass) erhalten. Für Studenten empfiehlt sich der WHP, der maximal 6 Monate gilt und deutlich weniger Anforderungen erfordert als die anderen Work Permits.
Unterbringung und Hotels
Hotels und Hostels gibt es in Singapur reichlich und in allen Preisklassen. Hier empfiehlt sich eine einfache Suche im Internet. Weltbekannte Namen finden sich an allen Ecken und fast immer Zentral rund um die City oder Orchard. Etwas günstiger sind viele Hostels, die etwas außerhalb liegen, hier empfiehlt sich die Nähe zu MRT Stationen, wenn man nicht ständig Taxi fahren will. Im Zentrum ist man dann ebenfalls relativ flott.
Wer länger bleiben will, benötigt einen Raum, der von vielen Familien zur Untermiete angeboten wird. Viele Hostels bieten aber auch Monatsmieten, Studenten-Unterkünfte gibt es ebenfalls. Je nach Preis als Einbett, Doppelzimmer oder mit mehreren. Empfehlen würde ich definitiv Klimaanlage, weil es sonst insbesondere Nachts abhängig von der Lage warm und stickig werden kann. Die ersten Wochen habe ich im Radius International City Lodge verbracht, das in Little India sehr zentral zu moderaten Preisen ab 750 Singapur-Dollar mit eigenem Bad und WC zu finden ist. Ansonsten schlägt die mittlere Ausstattung mit Bett, Schrank und Tisch ab 500 bis meist um 700-900 Singapur-Dollar zu Buche. Dafür gibt es auch Zimmer, doch suchen Familien häufig weibliche Mieter, weil sie sich weniger Probleme erhoffen oder schlicht schon Frauen im Haus sind. Als männlicher Bewerber ist das Angebot deutlich einschränkt. Gute Erfahrungen habe ich mit PropertyGuru gemacht, wo man sich registrieren und dann direkt Kontakt zu den Vermietern oder entsprechenden Agenten aufnehmen kann. Andere Seiten wie RoomShare.com oder verlangen meist monatliche Gebühren, um überhaupt Kontakt aufnehmen zu können. Vorsicht ist bei E-mails von Fremden geboten, die super Wohnungen zu Kampfpreisen anbieten, aber gerade nicht im Land sind. Hier handelt es sich um Spam, der darauf abzielt, den Suchenden um die Kaution zu bestehlen! Wer eine ganze Wohnung mieten möchte, sollte schon 1 bis 2 Jahre bleiben wollen und dafür mindestens 2000 Singapur-Dollar einplanen.
Interessante Orte und Sehenswürdigkeiten
Absolut im Trend sind in Singapur Shopping-Malls. Der Traum für viele dürfte hier die Orchard Road sein, die sich von der MRT-Station Outram Park bis zur Station Orchard Road erstreckt. Gleich im Anschluss findet sich der Botanische Garten, in dem viele Einheimische das Wochenende für ein Picknick nutzen. Ausreichend Wiesen und Bänke stehen zur Verfügung, die Umgebung ist sehr gepflegt und umfasst einige kleine Seen und eine kleine Parkbühne.
Klassische Touristen-Ziele sind weiterhin die Marina Bay mit dem Blick auf die Skyline und dem Singapore Flyer Riesenrad. Etwas traditioneller sind Chinatown und Little India, die durch typische Architektur und wildes Treiben für kurze Weile sorgen. Interessant sind in Chinatown vor allem der Buddha Tooth Relic Temple mit seiner Eindrucksvollen Buddha-Sammlung, aber auch der hinduistische Sri Mariamman Temple. In fast allem Tempeln werden noch immer Zeremonien durchgeführt, die man auch als Besucher verfolgen kann.
Etwas mehr Natur gibt es im Mac Richtie Reservoir, das auf relativ ebenem Gelände durch tropischen Regenwald führt und einem vergessen lässt, dass man sich im Herzen Singapurs befindet. Sehenswert ist der Tree-Top-Walk über den Baumkronen des Parks, der täglich geöffnet und kostenlos zu besuchen ist. Wer mehr Höhenmeter sucht, für den empfiehlt sich das Bukit Timah Reservoir, mit teils deutlich anspruchsvolleren Wegen und der Gelegenheit, nicht nur Affen und Schildkröten sondern auch große Leguane zu Gesicht zu bekommen.
Zum Entspannen bieten sich neben dem erwähnten Botanic Garden auch die Badestrände von Sentosa an. Dort findet sich ein künstlich angelegter Sandstrand unter Palmen, sowie einige Ecken zum Feiern oder Entspannen. Ebenfalls sehenswert ist der East Coast Park, der sich an der Ostküste entlang erstreckt, einen langen Radweg und einen schmalen Sandstrand bietet. Abends eröffnet sich zudem der freie Blick auf die “Stadt auf dem Meer”, wo hunderte von Tankern vor Anker liegen und den Horizont bevölkern.
Aufzählen möchte ich an dieser Stelle zudem noch den Singapore Zoo, der von allen bisher empfohlen wurde, den ich aber bisher selbst noch nicht besucht habe. Wer sich für Kultur und Kunst interessiert, findet zudem zahlreiche Galerien und Museen.
Parties finden sich in Singapur reichlich. Bekannte Clubs sind der Zouk Club für die elektronische Musik. Am Clarke Quay finden sich zudem zahlreiche Bars und Clubs aller möglichen Stilrichtungen wieder und ermöglichen die freie Auswahl. Etwas weniger Trubel gibt es am Boat Quay wenige 100 Meter von der Party Meile entfernt. Bars finden sich auch in zahlreichen Hochhäusern und erlauben eine freien Blick auf die abendliche Skyline der Stadt. Wer etwas trinken möchte, sei der Griff zu Cocktails, Longdrings und Shootern empfohlen, die abends 15 bis 20 Singapur Dollar kosten. Bier gibt es ebenfalls, jedoch meist nur als 0,33 ml und mindestens zum gleichen Preis ab 15 Dollar. Wer nach 12 zurück fährt, sollte sich etwas Geld für das Taxi reservieren. Die MRT fährt nur bis Mitternacht und die Nachtbus-Linien sind nur schwer zu durchschauen.
Ausreichend weitere Infos gibt es auch auf der offiziellen Seite von Singapore, die zu zahlreichen aktuellen Feiertagen, Events und Sehenswürdigkeiten berichtet.





